Cycle Harmony

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Der weibliche Zyklus – eine Übersicht

Was ist ein Zyklus?

Der weibliche Zyklus ist der Zeitraum vom ersten Tag der Menstruation bis zum Beginn des nächsten. Er dauert im Durchschnitt 28 Tage, kann aber individuell variieren. Er besteht aus 4 Phasen: der Menstruationsphase, der Follikelphase, der Ovulationsphase und der Lutealphase.

Bild des Zyklus
Die Phasen im Detail

In der Menstruationsphase (Tag 1-5) wird die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut, die für eine mögliche Einnistung einer Eizelle aufgebaut wurde, abgestossen. Dies führt zu menstruellen Blutungen und geschieht aufgrund des sinkenden Hormonspiegels von Östrogen und Progesteron. Wenn keine Eizelle befruchtet wurde, signalisiert der Abfall des Progesterons dem Körper, dass es Zeit ist, die Schleimhaut abzustossen. Während dieser Phase kann es zu körperlichen Beschwerden wie Krämpfen kommen, und viele Frauen fühlen sich müde und emotional.

In der Follikelphase (Tag 6-14) sendet das Gehirn Signale an die Hypophyse, die nun das follikelstimulierende Hormon (FSH) ausschüttet. Das FSH gelangt in die Blutbahn und sorgt in den Eierstöcken dafür, dass sich etwa 20 bis 25 Follikel entwickeln, die jeweils eine unreife Eizelle enthalten. Während die Follikel reifen, wird das Sexualhormon Östrogen produziert. Dieses gelangt ins Blut und hilft, die Gebärmutterschleimhaut wieder aufzubauen. Normalerweise reift nur ein Follikel vollständig, die anderen Follikel werden abgebaut und verwandeln sich zu Bindegewebe. Wenn der Östrogenspiegel im Blut hoch ist, signalisiert das dem Gehirn, dass die FSH-Produktion reduziert werden kann. Stattdessen beginnt das Hirn, ein neues Hormon zu produzieren – das luteinisierende Hormon (LH).

Die Ovulationsphase (um Tag 14) ist der Übergang von der Follikelphase zur Lutealphase. An diesem Tag sind die Östrogen- und LH-Spiegel am höchsten. Der hohe LH-Spiegel sorgt dafür, dass der reife Follikel die Eizelle freigibt, und das nennt man Eisprung. Nach dem Eisprung hat die Eizelle etwa 24 Stunden Zeit, um befruchtet zu werden. Wenn die Eizelle befruchtet wird, wandert sie in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Auch wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, macht sie sich auf den Weg zur Gebärmutter, nistet sich aber nicht ein.

In der Lutealphase (Tag 15-28) verwandelt sich der Follikel, der beim Eisprung geplatzt ist, in eine Hormondrüse, die man Gelbkörper nennt. Diese Drüse produziert unter dem Einfluss des Hormons LH das Hormon Progesteron. Progesteron sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut dick bleibt und bereit ist, falls sich eine Eizelle einnisten möchte. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, schrumpft der Gelbkörper und die Hormonproduktion wird gestoppt. Dadurch sinkt der Progesteronspiegel, was schliesslich die Menstruation auslöst. Damit beginnt ein neuer Zyklus.

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